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So macht dein Buch von sich reden

10 geniale Tipps für gezieltes Buchmarketing

Als Autor schreibt man ein Buch, es wird veröffentlicht und dann wird es sich schon verkaufen….

Das ist im Prinzip richtig, bis auf den letzten Teil des Satzes. Kein Buch verkauft sich einfach so, es ist, wie in vielen Fällen, das Ergebnis von gutem, zielführendem Marketing. Wird ein Buch mit Hilfe eines Verlages veröffentlicht, kümmern sich die Verlage in der Regel ums Marketing. Darauf sollte man/frau sich aber nicht verlassen, sondern selber tätig werden. Denn in der Regel enden die Aktivitäten des Verlages mit der Aufnahme und Erwähnung des Buches nebst kurzer Inhaltsangabe im Verlagskatalog, der dem Buchhandel zur Verfügung gestellt wird. Weitere Aktivitäten sind selten zu erwarten, außer man ist bereits Bestsellerautor wie Sebastian Fitzek oder Richard David Precht. Eigene Aktivitäten und Vermarktungsstrategien sind also gefragt, und das idealerweise bereits vor dem geplanten Veröffentlichungstermin.

Warum? Weil der Autor der bessere Spezialist ist. Er kennt sein Werk am besten, weiß, worum es geht und wen er damit ansprechen möchte. Statistiken belegen, dass der Bucherfolg oft eng mit geschickten Marketingideen von Seiten des Autors verknüpft ist. Wer sich hier beizeiten ein paar strategische Gedanken bezüglich zielführender Marketingideen macht, ist also ganz klar im Vorteil.

Und es ist auch gar nicht besonders schwierig oder extrem zeitaufwändig, wenn man einen Plan hat. Und um den geht es im Folgenden. Hier haben wir 10 essentielle Tipps für dich aufgelistet, die garantiert deinem Buch zu mehr Erfolg und Bekanntheit verhelfen.

1. Marketingplan erstellen und Zielgruppe definieren

Der Marketingplan ist das Grundgerüst für alle Aktivitäten und Ideen rund um das erfolgreiche Bewerben deines Buches. Idealerweise enthält er Gedanken zum Zeitmanagement („Wie viel Stunden pro Woche habe ich dafür zur Verfügung?“), zu möglichst genauen Orts- und Zeitangaben („Wann will ich wo in Erscheinung treten?“), relevante Ansprechpartner, mögliche Kooperationspartner und Raum für weitere Ideen. Denn die kommen garantiert.

Kein Marketingplan funktioniert ohne Zielgruppenanalyse oder anders herum: Ein guter Plan ist immer auch zielgruppenspezifisch. Er richtet sich nicht an eine schwammige, diffuse Masse, sondern an bestimmte Personen, die sich für ein Produkt (in diesem Falle: dein Buch) interessieren könnten. Daher lohnt es sich wirklich, sich hier einige Gedanken zu deinem Wunschleser zu machen: Wer ist das? Ist er eher männlich oder weiblich? Wie alt? Fachmann oder Laie? Was sind seine demografischen Merkmale? Wo informiert er sich/ist er unterwegs (eher online oder offline)? An welchen Produkten ist er noch interessiert? Was liest er sonst noch gerne?

Je genauer du diesen Wunschleser kennst und eingrenzen kannst, desto besser und gezielter können Marketingmaßnahmen eingesetzt werden. So minimiert man Streuverluste und unnötige Einsätze von Zeit, Mühe und Geld.

Nach der Grobplanung kommt das Finetuning:

Im Folgenden gilt es, das grob erstellte Grundgerüst nach und nach zu befüllen. Mit viel Spaß und Motivation, tollen Ideen und guten Gedankenansätzen. Es hilft dir, bei der Sache zu bleiben, nichts Wichtiges zu vergessen und keine Gelegenheit zu verpassen.

Merke: Jeder Plan ist ausbaufähig. Im Verlauf deiner Marketingaktivitäten können jederzeit weitere gute Ideen auftauchen und deinen Plan erweitern, ergänzen und optimieren.

2. Definiere deinen Mehrwert

Was vermittelt dein Buch? Einzigartiges Expertenwissen? Sachkundige Expertise? Spannende Fakten? Hilfreiches Know-How? Spezifische Problemlösungen? Unterhaltung, Lesevergnügen oder Spannung?

Je genauer du den Mehrwert deines Buches für deine Zielgruppe herausstellen kannst, umso zielführender und genauer kannst du deine Werbeaussagen formulieren. Sie liefern idealerweise Antworten auf die Frage, warum der Leser dein Buch kaufen sollte, welche Lösungen für welche Probleme du anbietest oder warum er hinterher schlauer ist als vorher. Der Mehrwert deines Buches ist das, was in der Werbung gern USP (unique selling proposition) genannt wird: Was hat der Leser davon, wenn er DEIN Buch liest? Was ist sein exklusives Alleinstellungsmerkmal? Ist es das Thema? Die Herangehensweise? Die vorgestellten Lösungen und Hintergrundinfos? Der Unterhaltungswert? Eigentlich sollte der Mehrwert klar zu identifizieren sein, ist er doch höchstwahrscheinlich ein wesentlicher Grund, warum der Autor das Buch überhaupt geschrieben hat. Außer natürlich, der einzige Grund war persönliche Eitelkeit und der Wunsch nach Ruhm und Ehre. Dann wird es etwas schwierig. Ein wenig mehr Mehrwert sollte es darüber hinaus schon sein.

3.My home is my page

Kreiere eine zentrale Ausgangs- und Anlaufstelle für dich und dein Buch. Das kann eine Homepage sein oder ein Blog. Hier erfährt der Besucher alles über dich und die Entstehungsgeschichte deines Buches. Natürlich auch wieder zielgruppenspezifisch. So sind beispielsweise Sachbuchleser eher interessiert am Thema, Romanleser eher an den Geschichten, Charakteren und Schauplätzen. Eine Homepage kann hier im Laufe der Zeit kontinuierlich ausgebaut und ergänzt werden, ein Blog hat den Vorteil, dass die regelmäßigen Beiträge stets aktuell auftauchen und lange im Web bleiben. Beide Tools, wenn gut gemacht und SEO-optimiert, sorgen für gute Sichtbarkeit und sind Zentralorgan und Schaltstelle für alle weiteren digitalen Aktivitäten. Sie können direkt und schnell vernetzt werden zu allen möglichen Social-Media-Kanälen und sind ideale Basisstation für die Verlinkung von Beiträgen auf Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest oder Snapchat.

4. Misch dich ein und erzähle deine Geschichte

Die Zielgruppe ist identifiziert, der Mehrwert deines Buches auch, dann solltest du beginnen, deine Geschichte zu erzählen, und zwar möglichst authentisch, spannend und überraschend. Werde Storyteller in eigener Sache und verfasse deine Autorenbiografie („Warum und wie ist das Buch entstanden? Welche Hürden und Widrigkeiten hast du gemeistert? Was hat dich angetrieben?). Mache dich zu einer Marke, die kennengelernt werden will.

Verfasse Klappentexte („Warum ist dein Buch für wen interessant? Wichtig? Unentbehrlich? Ein ultimatives Must-Have?“), spannende Teaser und

andere Ankündigungen. Diese Texte können ruhig witzig, sollten aber immer kurz und knackig und auf den Punkt sein. Stelle sie als digitales Werbematerial den für dich relevanten Social-Media Plattformen zur Verfügung und werde sichtbar. Das Cover deines Buches sollte möglichst immer mit von der Partie sein. Nun kann die Unterhaltung starten. Frage nach Meinungen, biete Mehrwert, misch dich ein und vor allem: Bleib dran.

5. Mitspieler finden

Unterwegs in eigener Sache zu sein macht sowohl online sowie offline richtig viel Sinn und Spaß, um sein Buch ins Gespräch zu bringen. Offline lohnt es sich in relevanten Magazinen und Zeitungen potentielle Ansprechpartner zu recherchieren und zu kontaktieren, auch Radio- oder Fernsehsender könnten hier eventuell von Interesse sein. Versorge sie mit Informationen, Leseproben und/oder Rezensionen zu deinem Werk, schlage ein Interview, ein Gewinnspiel oder andere Ideen zu einer sinnmachenden Kooperation und damit einhergehender Berichterstattung vor.

Besonders online sind Kooperationen das A & O, um sichtbarer und bekannter zu werden. Viele Blogger und Influencer leben davon. Aber natürlich sollte man hier nicht wahllos vorgehen, daher ist es wichtig, vorab thematisch relevante Kanäle zu identifizieren, die zu dir und deinem Buch passen. Anschließend startest du die Kontaktaufnahme und bietest beispielsweise Gastbeiträge an. Oder Leseproben. Oder ein Gewinnspiel. Oder andere Ideen, wie man eine gemeinsame Win-Win-Situation schaffen kann, von der letztendlich beide Seiten profitieren und die als erfolgreiche Kooperation für beide Sinn macht. Das erhöht in jedem Fall die Reichweite und man darf gerne zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt noch einmal darauf zurückgreifen.

6. Gleich und gleich gesellt sich gern

Erfolgreiche Gruppenarbeit funktioniert meist besonders gut. Vernetze dich mit Gleichgesinnten, denn dort zieht man in der Regel am selben Strang. Buchclubs sind gerade online eine perfekte Fundgrube. Hier gibt es eine große Auswahl an Portalen, Foren, Autorengruppen und Buchcommunities (wie beispielsweise Goodreads oder Lovelybooks), in denen man schon früh beginnen sollte, sich aufzuhalten und umzuschauen, zu netzwerken und so seine Bekanntheit auf- und auszubauen. Natürlich sollte der Schwerpunkt passen, Themen dito, aber insgesamt sind sie gute Orte für einen regen Austausch, Fragen, Tipps und Meinungen. Echte Kommunikationsorte, daher eine reizvolle Möglichkeit, sich und sein Buch ins Gespräch zu bringen. Gleiches gilt übrigens auch für Business-Portale und andere thematisch relevanten Fachportale.

7. Geschickte Mundpropaganda

Sorge für Gesprächsstoff, indem du dich möglichst vielen Menschen vorstellst. Einige, vor allem virtuelle Möglichkeiten, sind hier bereits genannt worden. Ein analoger höchst wirkungsvoller Ort ist der regionale Buchhandel, also der Ort, in dem es fast ausschließlich um Bücher geht. Werde vorstellig als Autor aus dem direkten Umkreis mit absolut regionalem Bezug. Idealerweise hast du ein signiertes Geschenkexemplar dabei, eventuell den einen oder anderen Werbeflyer und das Angebot, eine Lesung abzuhalten. Die, falls sie zustande kommt, natürlich von der Buchhandlung und von dir kräftig beworben werden soll. Eine Lesung bietet eine hervorragende Möglichkeit, dich vom Hörensagen kennenzulernen, eine anschließende Signierstunde lädt dazu ein, mit den Zuhörern ins Gespräch zu kommen und weiterempfohlen zu werden.

Natürlich gibt es auch mittlerweile viele Lesungen online. Laptop oder Smartphone zeichnen dich und deine Lesung auf, die fertigen Filmchen können dann auf deinem Youtube-Kanal zum Buch hochgeladen werden, oder auf deinem Blog, Facebook-Profil oder einem anderen für dich relevanten Social-Media-Kanal. Vielleicht sind hier auch Podcasts eine Option, über die sich nachzudenken lohnen könnte.

Ein weiteres gutes Beispiel für geschickte Mundpropaganda ist die optimale Nutzung bereits vorhandener Kontakte – auch Empfehlungsmarketing genannt.

Wenn jeder, den du von deinem Buch begeistern konntest, diese Begeisterung mit nur zwei bis drei Menschen teilt, kennen dich und dein Buch innerhalb kürzester Zeit hunderte einfach nur vom Hörensagen.

8. „Blick ins Buch“ und sammle Kritiken

Ermögliche möglichst vielen Menschen einen „Blick ins Buch“, damit sie eine Leseprobe von dir bekommen. Denn Leseproben sind spannend und geben dem Leser einen tollen Anreiz, das Buch kaufen zu wollen. Wird das Buch über Amazon verkauft oder wenn du Amazon-Selbstverleger bist, gibt es die Möglichkeit, die „Blick ins Buch“-Leseprobe zu aktivieren. Diese kann und sollte dann auch gerne in andere Webseiten (beispielsweise die eigene Homepage oder den eigenen Blog) eingebaut werden.

An dieser Stelle empfiehlt es sich auch, Leser um ehrliche Rezensionen und Kritik zu bitten. Diese kann dann anschließend weiterhin verkaufsfördernd zum Einsatz kommen, indem du sie als Leserstimmen auf deiner Homepage oder deinen anderen relevanten Social-Media-Kanälen wiederum einbindest.

Auf diese Weise bekommen Besucher und Leser das Signal, dass andere das Buch bereits kennen und empfehlen.

9. Bleib am Ball

Wichtig beim Vermarkten des Buches ist es, „am Ball“ zu bleiben. Zünde kein einmaliges Strohfeuer, sondern gehe konstant deinen Marketingaktivitäten nach. Verfahre hier ganz nach Plan, nämlich deinem Marketingplan. Hier hast du vielleicht anfangs definiert, dass pro Woche ein Blogbeitrag von dir erscheint plus einigen regelmäßigen Social-Media-Aktivitäten. Wenn du allerdings merkst, dass diese anfängliche Strategie nicht (mehr) aufgeht, zögere nicht, den Plan zu ändern. Er ist nicht in Stein gemeißelt, sondern sollte immer auch ausbaufähig sein und der Situation angepasst werden können. Da es in erster Linie darum geht, Mehrwert zu bieten und seine Bekanntheit zu erhöhen, ist manchmal ein Strategiewechsel von Nöten. Beispielsweise wenn du feststellst, dass deine Follower eher auf Pinterest unterwegs sind, als auf Facebook, bringen deine Facebook-Aktivitäten wahrscheinlich nicht mehr ganz so viel. Einfach umswitchen und anpassen. Wenn mögliche Fans eher in Fachforen unterwegs sind, lohnt es sich, seine Aktivitäten dahin zu fokussieren und hier mehr Arbeit zu investieren. Gleiches gilt für Strategien hinsichtlich Content und vielleicht auch Design. Sei ruhig wandelbar und anpassungsfähig. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von intelligenter Flexibilität. Die übrigens im Tierreich das Überleben überhaupt erst möglich macht.

Auch erfolgreich im Markt etablierte Marken vollziehen manchmal einen notwendigen Imagewechsel und positionieren sich neu.

10. „Buchmarketing ist nichts für mich!“ – Aber für uns

Wem Selbstmarketing nicht ganz geheuer ist oder zu viel Arbeit, wer aber trotzdem nicht darauf verzichten möchte, dem bietet twenty seconds gerne seine Dienste an. Denn wir können effizientes Buchmarketing und das aus dem Effeff. Als Agentur haben wir uns auf genau das spezialisiert. Wir nehmen Autoren gerne alle Arbeit ab und kümmern uns um alle Facetten der Vermarktung deines Buches/deiner Bücher. Du müsstest uns lediglich für einige Stündchen Rede und Antwort stehen, damit wir dich und dein Buch kennenlernen können. Auf Basis dieses Interviews entwickelt twenty seconds anschließend ein Konzept und beginnt mit der Arbeit. Wir schreiben, designen, beliefern deine Social Media Kanäle – kurzum: Wir machen dich und dein Buch sichtbar. Der gesamte Ablauf ist dabei transparent und in Feedbackschleifen kann sich jederzeit zum Marketing und seinen Abläufen ausgetauscht werden. Ideal für vielbeschäftigte Unternehmer oder Autoren, die nebenher einer anderen zeitfressenden Tätigkeit nachgehen.

Wenn dir klar geworden ist, dass JETZT die ZEIT für dein BUCH beziehungsweise effektives und effizientes Buchmarketing gekommen ist, dann sollten wir miteinander reden.

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