Irgendwas mit Büchern ::: Blog & Podcast

8,6 Punkte von 10 sind nicht genug

Heute ist es Zeit für mein Baströckchen, denn es wird ein wenig spirituell. Okay, nur ein ganz bisschen. Das ganz große Fass Spiritualität werde ich nicht aufmachen, obwohl ich daran glaube, ja, sie sogar fühle und kenne. Für heute reicht es aber, sich auf ein Tier zu konzentrieren, das immer wieder mit Spiritualität verbunden wird: die Eule!

Überleg‘ mal, was dir einfällt, wenn du über Eulen nachdenkst. Sicherlich denkst du erst einmal daran, dass diese Tiere als weise gelten, als klug, wie sie da so sitzen auf dem Baum, im Wald, in der Natur, und still beobachten. Weisheit und Klugheit, ja, darauf können wir uns schon einmal einigen. Aber geht es dir auch so, dass du sie mit Zauberei und Hexerei verbindest? Dass sie irgendwie etwas Dunkles, Geheimnisvolles umgibt? Das ist richtig so! Der mythologischen Legende nach kommen Eulen aus dem Totenreich oder aus dem Schattenreich. Passt doch auch zu dem, was wir von Eulen so mitbekommen: Sie sind nachtaktiv, holen sich ihre Beute in der Dunkelheit und haben unglaublich gute und scharfe Augen. Was in der Dunkelheit verborgen liegt, stellt für sie kein Problem dar. Eulen können besser sehen, schneller entdecken und Verstecktes aufspüren, als wir Menschen uns überhaupt vorstellen können.

Von Skalen, Punkten und Kriterien

Hier ist ein Punkt, den ich gerne teilen möchte, weil ich den echt sehr spannend finde. Das Unternehmen des Autors arbeitet mit Recruitment und hat eine besondere Idee. Und vorweggenommen: Ich will das auch tun, ich möchte das auch in meinem Business umsetzen und bin echt glücklich mit Sahne oben drauf, dass ich das in meinem Business umsetzen kann. Dass ich die Leute an Board habe und an Board bekomme, die damit passen.

Aber zurück zum Recruitment im Unternehmen des Autors: Recruitment bedeutet, Kandidaten für freie Stellen zu finden. Großes Unternehmen, Assessment-Center, blablabla…Die Kandidaten für die freien Stellen wurden auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet. Die Kandidaten, die mit 9 oder 10 Punkten abgeschlossen haben, sollten auf jeden Fall im Team dabei sein. Jeder unter 7 Punkten war automatisch draußen. Wie kam man überhaupt unter die 7 Punkte? Was war ein K.O.-Kriterium?

Um das verständlicher zu machen, hole ich ein bisschen aus, und das hat jetzt nichts mit dem Buch zu tun, sondern mit einer anderen Geschichte, die ich sehr spannend finde. Ich kenne ein Unternehmen, das die Bewerber mit einem Taxi abholen lässt. Dieses Taxi fährt die Leute zum Büro oder zu dem Ort, wo das Bewerbungsgespräch stattfindet. Eines dieser Kriterien, um unter diese 7 Punkte zu kommen, war die Kommunikation mit dem Taxifahrer. Denn man hat später den Taxifahrer gefragt: Wie hat der Mensch sich benommen? Wie verhält er sich, wenn keiner zuguckt? Wie empathisch ist er? Wie professionell? Wie wichtig? Wie unterwürfig? Wie nett?

Ich finde, das ist eine richtig geile Möglichkeit, um herauszufinden, wie ein potenzielles Teammitglied so drauf ist. Wenn du jetzt sagst, boah, das ist aber hinterhältig – nein, das ist es nicht. Wie verhältst du dich, wenn keiner guckt? Das ist die Frage. Ich möchte in meinem Team Leute haben, die da 9 und 10 Punkte verdienen. Nicht, weil sie das als Maske tragen, sondern, weil das wichtig ist. Weil das Spaß und Freude macht, mit solchen Menschen etwas richtig Geiles zu bauen.

9 und 10 Punkte und die Befreiung dahinter

Ich will aber auf etwas anderes hinaus. Wir sind bei den 9- und 10-Punkte-Leuten, die auf jeden Fall genommen werden sollten. Jeder unter 7 Punkten war automatisch draußen. Dann gab es diese wenig beneidenswerte Aufgabe über die Kandidaten, die 7 oder 8 Punkte bekamen, zu entscheiden, wer die benötigte Anzahl an Stellen noch auffüllen sollte.

Beispiel: Es sollten 20 genommen werden und die Leute mit 9 und 10 Punkten waren nur 14. Es waren also noch 6 Stellen zu besetzen. Wie zur Hölle soll man entscheiden, wie die Leute mit den 7 und 8 Punkten aufzuteilen sind? Wie kann man die zu den 6 noch offenen Stellen zusammenkürzen? Welche Möglichkeiten hat man da und in welche Richtung geht es?

Dann haben sich die Leute noch einmal zusammengesetzt, weil das nämlich nicht so einfach festzulegen war. Sie haben überlegt, welche Kriterien sie anlegen sollten. Gehen sie rein und komplett nach dem Punkteschnitt? Gibt es noch etwas anderes? Was rausgekommen ist, ist echt beachtlich und erstaunlich: Wenn etwas oder jemand nur gut genug oder fast gut genug ist, d.h. im übertragenen Sinne eine 7- oder 8-Punkte-Person, dann sollte die Antwort auch Nein sein! Ganz egal, wie viel Stellen aufgefüllt werden müssen! Diese Befreiung! Na, klar! Die Antwort muss ganz klar Nein sein!

Nein zu weniger als 9 oder 10 Punkten

Es ergibt keinen Sinn, sein Team aufzufüllen mit Menschen, die man nicht will. Mit Menschen, die nicht unbedingt zu 100 Prozent oder zu 90 Prozent passen. Diese Regel, die dieses Unternehmen jetzt die 90-Prozent-Regel nennt, kann man auf fast jede Entscheidung oder auf fast jedes Dilemma anwenden. Sind es mindestens 90 Prozent, die für oder gegen etwas sprechen, was du tun möchtest? Sind es mindestens 90 Prozent, die für eine Option sprechen, die du tun solltest? Wenn dein Fulfillment, dein Lieferversprechen nicht mindestens 90 Prozent beinhaltet von dem, was du tun möchtest und nicht mindestens 90 Prozent deines Anspruchs an deinen Kunden erfüllt, dann lass es besser.

Ich finde, es ist ein sehr kraftvoller Gedanke, dass ich nur noch Dinge mache, die mindestens 9 von 10 Punkten auf meiner ganz persönlichen Werte-Richtig-Coolheit-Skala haben. Das kannst du übertragen in all deine Lebensbereiche. Das ist die Idee.

Keine 7- oder 8-Punkte-Kapitel und die Folgen

Was hat das mit Büchern und Autorencoaching zu tun? Das gilt für dein Buch genauso! Das bedeutet, wenn du an deinem Buch schreibst und dir überlegst, jetzt habe ich noch 3 Kapitel, was schreibe ich denn jetzt? Dann hör auf, 7- und 8-Punkte-Kapitel zu schreiben. Geh auf die Suche nach den nächsten 9 und 10 Punkten, die da reingehören. Dann wird das wahr werden, weswegen du angetreten bist, das Buch zu schreiben. Es wird klar werden, warum das Buch das beste Marketingunternehmen im deutschsprachigen Raum ist. Warum es dir helfen wird, deine Tagessätze zu steigern. Warum es viel, viel häufiger vorkommen wird, dass deine Kunden vor Verkauf zu dir kommen werden, weil sie sehen, dass du der 9- oder 10-Punkte-Autor bist, der das abliefern wird.

Dann gibt es keine Frage mehr nach deinem Honorar, ob das gerechtfertigt ist oder nicht. Dann gibt es keine Frage mehr, ob das, was du lieferst, das ist, was die Leute haben wollen. Dann gibt es auch keine Frage mehr, ob wir da nicht was am Preis machen können. Ja, können wir natürlich nicht, denn du kriegst 9 bis 10 Punkte und nicht 7 oder 8 und schon gar nicht 3 oder 4, wie es ja leider in Deutschland meiner Empfindung und meiner Beobachtung nach die Regel ist.

9 oder 10 Punkte in allen Lebensbereichen

Ich mache 9 bis 10 Punkte. Warum ich mich traue, das zu sagen? Weil es das ist, was ich gespiegelt bekomme. Und weil es das ist, was ich draußen am Markt sehe. So einfach ist das. Und so schwierig.

Ich weiß, dass ich das leiste. Viel wichtiger ist aber, was das für dich bedeutet. Wenn du diese Befreiung fühlen kannst, wenn du also sagst, ey, ich mache auch nur noch diese 9- und 10-Punkte-Dinger, ich habe nur 9- und 10-Punkte-Leute in meinem Team, ich mache nur noch 9- und 10-Punkte-Freizeit-Aktivitäten, ich habe nur noch 9- und 10-Punkte-Beziehungen – dann freue ich mich! Das befreit mich, das beflügelt mich und das finde ich einfach cool. Ich liebe coole Sachen und ich erzähle aus meiner Sicht gerne über Dinge, die ich richtig cool finde und die dir hoffentlich helfen. Das ist die Geschichte des heutigen Podcasts!

Wenn du dir JETZT darüber klar geworden bist, dass die ZEIT für dein 9,8-Punkte-BUCH gekommen ist, dann lass uns miteinander sprechen.

> Podcast (11:41 Min)

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