VG aus Mallorca.

GLG und bis nächste Woche.

LG, wir sehen uns.

Leute, was soll dieser Sch…?

Sorry für diese Ausdrucksweise direkt zu Beginn meines Textes, aber Abkürzungen bei Grußformeln triggern mich einfach schon immer. Irgendwie hat es sich in den letzten Jahren so eingeschliffen, dass sowohl im privaten als auch im Geschäftsbereich nur noch mit Abkürzungen um sich geschmissen wird. Hatte ich schon erwähnt, dass mich das total annervt?
Und das aus einem guten Grund.

Vor kurzer Zeit bekam ich von einem Geschäftspartner eine lange Email von ca. 40 Sätzen, in der er eine Bitte an mich richtete und mir erklärte, was ich doch gerne tun sollte. Und die Email endete nach ausführlichster Beschreibung und Erklärungen mit…GLG.

Ganz liebe Grüße, nehme ich an. Vielen Dank, brauche ich nicht, kannst du behalten.

Denn: Wie können Grüße ganz lieb, sein, wenn man sich nicht einmal die Zeit nimmt, „Liebe Grüße“ auszuschreiben? Das zeigt mir ziemlich deutlich, was dieser Mensch von seinen Kunden, Geschäftspartnern, seinem Team hält. Quintessenz: Man muss Zeit sparen. In diesem Moment macht sich der Schreibende keine Gedanken über Beziehungen, den Aufbau von ebendiesen oder über die Wertschätzung des anderen.

Markus, stell dich nicht so an, das ist halt viel schneller.

Das mag ja sein, aber: Wenn du mit deinem Business nicht mal in der Lage bist, dass du mit entsprechenden Tools wie TextExpander oder PhraseExpress aus Abkürzungen mit einem Tastendruck ganze Sätze schreiben lässt… da höre ich jetzt besser mal auf und lasse diesen Satz so stehen. Zeit ist jedenfalls mit diesen Möglichkeiten keine Ausrede und kein Grund.

Denn ganz egal, ob du etwas von jemandem möchtest oder bekommst, Beziehung aufbauen oder festigen möchtest oder was auch immer: Es gehört sich, die Grußformel auszuschreiben und deinem Gegenüber mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen. Denn der Abschluss ist das Letzte, das er von dir liest und soll er da wirklich den Eindruck bekommen, dass du diesen einfach so hingeschmissen hast?

Mag spießig sein. Egal. Damit kann ich leben. Ich habe nur eine Bitte an dich: Denk da einfach mal drüber nach. Was machen diese Abkürzungen mit dir? Wie empfindest du sie, wenn du sie erhältst? Welchen Eindruck hast du von dem Schreibenden? Und denke auch gerne mal darüber nach, wie du Zeit sparen kannst, ohne deinem Gegenüber in die Fresse zu hauen und ihn mit einem GLG, VG, LG abzuspeisen.

Was hat das mit Büchern zu tun?

Eine ganze Menge, denn Wertschätzung und Respekt stehen auch hier an erster Stelle. Ganz nach dem Motto: Qualität gewinnt immer. Mal eben ein eBook zusammenzunageln aus Texten, die man aus verschiedenen Quellen kopiert hat, ist scheiße. Und das meine ich ganz genau so. Das ist nicht die Wertschätzung, die du deinem Leser entgegenbringen solltest und es bringt deinem Kunden auch keinerlei Nutzen. Über den Nutzen haben wir ja schon mehrmals gesprochen und du kannst dir dazu auch gerne nochmal meinen Blogartikel durchlesen. Du bietest keinen Mehrwert, trägst nichts in diese Welt und hinterlässt keine Spuren. Ich werde nicht müde, es immer wieder zu sagen: Ich gehe davon aus, dass du einen Nutzen erbringen und deinem Leser Qualität bieten willst.

Wenn du dein Buch schreiben willst, melde dich gerne bei mir und wir schauen uns deine nächsten Schritte gemeinsam an.

Lass mich gerne wissen, was du zu diesem Thema denkst und ob du vielleicht eine ganz andere Einstellung dazu hast. Ich freue mich auf jeden Fall sehr über dein Feedback.

Mit lieben Grüßen aus dem Yes-Modus