Heute erfährst du, warum mir der Satz „Ein Freund von mir….. “ viel seltener über die Lippen kommt als früher. 

Du bekommst 3 Fragen an die Hand, mit denen du jede deiner Freundschaften beurteilen kannst um zu überlegen, ob diese ein Leben bereichern. Vielleicht ist es auch so, dass diese „Beziehungen“ dir mehr Kraft rauben als sie dir schenken. Weißt du, wie du falsche Freunde erkennen kannst?
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Einmal Transkription bitte:

Die Folge 11. Los geht’s.

Heute möchte ich mit euch darüber sprechen, warum mir der Satz: “Ein Freund von mir …” heute viel seltener über die Lippen kommt als das früher der Fall war. So habe ich mich zum Beispiel in der letzten Episode bei dir entschuldigt. Ich habe dir beschrieben, wie ich beim Skripten der Episode auf dem Schiff, auf der Fähre zurück nach Hause, gefühlt habe, wie es für mich weitergehen wird mit dem Podcast und dass ich dich nicht alleine lassen möchte mit einem Herumgehüpfe und mehr oder weniger konzeptfreien – so wirkt es zumindest von Außen – Episoden mit einzelnen Themen. Wie ich gespürt habe, dass irgendwas nicht stimmt.

Und so sprechen wir heute über Freundschaft und über einen Bereich, in dem irgendwie ab und zu mal was nicht stimmt. Gleich werden dich meine 3 Fragen mal wieder überprüfen lassen – oder ich möchte, dass du überprüfst, wie es mit deinen Freundschaften aussieht. Und ich überprüfe immer mal wieder, wie es da bei meinen Freundschaften aussieht. Das ist so ungeheuer wichtig, weil Freunde sowas wie ein Sprungtuch sind. Eine Feuerwehr. Nicht umsonst beginne ich mit diesem Thema, weil es so ungeheuer wichtig ist für das eigene Wohlbefinden. In meinen Coachings ermitteln wir den “be-committed-Index”. Tolles Wort. Ganz wichtige Sache.

Der be-committed-Index

Er errechnet sich aus den Einschätzungen zu Einzelfragen in den Themengebieten Körper & Gesundheit, Geld und Beruf(ung), soziales Umfeld, Wünsche, Ziele & Träume und zu guter Letzt das Mindset, die Einstellung.

Unabhängig von einigen Faktoren, die ich im Vorfeld erfrage, zum Beispiel das Alter, haben alle Einzelergebnisse in diesem Index Faktoren, die das Gewicht beeinflussen. Und nahezu unabhängig davon, wie die Umfelddaten sind, ist der Bereich Freundschaft, der zum Thema soziales Umfeld gehört, einer der ganz, ganz wenigen, die immer die Maximalvariable haben, was die Gewichtung angeht. Das bedeutet zur Erklärung, dass unerfüllte Träume zum Beispiel bei einem 24jährigen Studenten für das Stimmungsbild und das Gefühl, dass was nicht stimmt, dass man was ändern möchte, deutlich anders störend wirkt wie das zum Beispiel bei einem 57-jährigen. Da ist sicherlich die Unzufriedenheit mit unerfüllten Träumen deutlich größer als bei diesem 24-jährigen.

Aber Freundschaften, die sind sowohl für den 24-jährigen, den 43jährigen und auch für den 71-jährigen ein gewaltiger Faktor, ein Wohlfühlfaktor, oder auch ein Faktor, der einen runterziehen kann. Du kannst übrigens den Test in vereinfachter Form selber machen. Fordere ihn einfach kostenlos über die Website an.

Ich habe eben gesagt “Sprungtuch” und ich sagte “Feuerwehr”. Ich habe das gewählt, weil es wie im schlimmsten Kitschfilm – stell dir das einfach vor – vielleicht neben deinen Eltern nur eine Form von bedingungslosem Rückhalt gibt. Jo. Das hört sich wichtig an. Ist es auch. Deine Freunde.

Echte Freunde

Damit meine ich jetzt nicht die Menschen, die man auf Facebook als Freunde hat. Ich meine jetzt jemanden, den du nachts um drei Uhr siebzehn anrufen kannst. Du kannst da aufschlagen, halb betrunken und natürlich nach Nikotin stinkend, weil du richtig Stress mit deiner Partnerin hast. Jemand, der dir dann ein Bier holt, dich umarmt und sich mit dir auf die Terasse setzt und sich dein ganzes Geschwafel anhört. Und auch was dazu zu sagen hat. Okay, es muss jetzt nicht immer so melodramatisch sein, aber da, wo du immer anrufen kannst, um zu sagen, dass dein Wagen verreckt ist und jetzt 170 Kilometer entfernt irgendwo im Nirgendwo rumsteht und neben dem kaputten Wagen stehst du und es wäre cool, wenn dich jemand abholen würde. Also jemand, für den du jederzeit auch immer genau das Gleiche tun würdest. Gerne und ohne zu zögern.

Ja. Tolle Sache. Und im Großen sicher noch recht einfach zu verifizieren. Vielleicht fallen dir jetzt zwei Leute ein, oder vier. Oder vielleicht auch nur einer oder vielleicht auch keiner oder zehn. Das sind deine besten Freunde. Um diese Menschen kümmern wir uns ganz besonders in der nächsten Episode. Hier möchte ich dir zunächst einige Fragen an die Hand geben und dich dann bitten, die anderen Freundschaften – Freundschaften oder Bekanntschaften, Kumpels, wie auch immer du es nennen möchtest – zu überprüfen anhand dieser Fragen. Denn hier liegen ganz häufig versteckte Probleme, die einem das Gefühl geben, dass irgendetwas nicht so ist, wie es sein sollte, nicht stimmt. Irgendwie uncool ist. Ätzend. Nervt. Zieht an der Energie.

Diese Frage ist bei mir auf der Hompage, aber auch sonst, oft der Beginn. Etwas muss sich ändern. Etwas stimmt nicht. Und mit den folgenden Fragen findest du heraus, ob das Problem eventuell bei deinen Freunden liegt. Falsche Freunde. Und diese müssen das ja nicht unbedingt extra oder böswillig tun. Sie fressen Energie und Mut und Freude und davon jede Menge. Das nervt und das zehrt an dir. Das macht unzufrieden. Und Unzufriedenheit ist in dem Zusammenhang unnötig, weil du dich diesen falschen Freunden, so nenne ich es mal, entziehen kannst. Solltest du übrigens bei den Menschen, an die du vor ein paar Minuten, als wir über die melodramatische Szene auf der Terasse gesprochen haben, gedacht hast – also bei denen ich von Feuerwehr sprach – Zweifel bekommen, wenn du die Fragen gleich hörst, bitte ich dich umso mehr, da zu prüfen, ob du bei deinen richtigen Freunden, deinen wichtigen Freunden, deinen besten Freunden am Sprungtuch bei den Feuerwehrleuten richtig liegst. Denn hier bist du, hier bin ich, hier sind die meisten von uns am verletzlichsten. Gut. Starten wir.

Falsche Freunde erkennen

Ich sage jetzt immer Er und Ihn, aber das ist natürlich komplett geschlechtsunspezifisch gemeint und wenn dich das stört, kann ich jetzt auch nichts dran ändern. Bei mir ist es halt die männliche Form, weil ich es zumindest von einigen männlich und so … Du kennst das ja.

Erstens.

Wie sieht es mit deiner, mit eurer Geben-Nehmen-Balance aus? Hat er nur Zeit für dich, wenn sonst niemand kann? Dann ruft er bei dir an und fragt dich, ob du nicht was unternehmen möchtest? Fühlst du dich, wenn du mit ihm zusammen bist oder mit ihr unterwegs bist, wie das fünfte Rad am Wagen, dass du jetzt nur dabei bist, weil du jetzt zufällig den Führerschei hast oder ein Auto? Oder Zeit? Oder Geld? Oder sonst irgendwas, was er jetzt gerade braucht, außer dich? Magst du ihn wirklich? Würdest du sagen, das ist ein echt prima Mensch. Ein guter Mensch. Reagiert er dir gegenüber neidisch oder missgünstig? Merkst du das manchmal, dass, wenn du was erzählst, wo du sagst: Guck mal!, er nur sagt: Ja, gar nicht so schlecht, aber guck mal, was ich gemacht hab!” Ist da in der Balance zwischen euch irgendwas unausgewogen. Bist du also immer derjenige, der gibt und gibt und gibt und gibt und zurück kommt eher so gar nichts. Oder wenig. Warum auch immer. Das ist für den Moment auch gar nicht entscheidend. Wichtig ist, wie da dein Gefühl ist. Sollte das eine ungleiche Balance sein, vielleicht solltest du dich trennen. Da kommen wir gleich noch drauf zurück.

Kommen wir zur zweiten Frage.

Hilft er dir zu fliegen oder nach vorne zu kommen oder möchte er dies eigentlich nur selber tun und hält dich irgendwie fest? Verzieht er sich, wenn es schwer wird? Wenn es regnet, lässt er dich dann im Regen stehen? Vielleicht, wenn er das tut, bist du ohne ihn besser dran. Bei jedem Wetter. Auch wenn die Sonne scheint; dann ist es immer einfach. Motiviert er dich, wenn du etwas vorhast? Wenn du ihm von einer Sache erzählst, sagt er dann: “Hey, ja, zieh das durch, ich habe noch diese oder jene Idee, vielleicht kann ich dir helfen?” Oder ist es eher so die Richtung: “Das ist alles Schwachsinn, vollkommener Mist, das kann nicht funktionieren, weil …, ich habe gestern noch gehört, dass …”? Kommt er zu jeder Verabredung zu spät, auch wenn du ihm gesagt hast, dass dich das stört. Das finde ich persönlich ungeheuer nervig, weil ich das als mangelnden Respekt empfinde. Es gibt auch Leute, die das gar nicht böse meinen, aber wenn du ihm Bescheid gesagt hast, oder ihr – schon wieder habe ich ihr gesagt –, und es interessiert trotzdem keinen, dann finde ich, dass da was nicht stimmt. Lügt er dich an? Einmal mag keinmal sein, das musst du entscheiden, aber es gibt keinen Grund unter Freunden, sich zu belügen. Keinen sinnvollen. Weil es im Grunde nichts voreinander zu verstecken gibt.

Und die dritte Frage – das ist aus meiner Sicht die wichtigste, auch wenn es natürlich mit allen Fragen, die ich vorher gestellt habe, und allen Ansätzen und Denkmustern zusammenhängt:

Magst du dich, wie du bist, wenn du mit ihm zusammen bist? Kann es sein, dass du dich in seiner Nähe ein bisschen verstellst, anders bist wie du eigentlich bist und dir das auch irgendwie klar ist und das irgendwie scheiße findest. Tust du Ding, die du eigentlich nicht möchtest? Trinken, rauchen, Handtasche klauen, … Sowas halt. Gibst du Dinge vor, um dazuzugehören? Zur Clique, zu ihm? Und wenn es nur in deinen Gedanken ist, dazuzugehören. Bitte nimm diese Frage auch nochmal im Zusammenhang mit deinen Feuerwehrfreunden ganz ernst und frag dich auch das.

Wie sieht es mit deinen Leuten aus? An wen hast du gedacht bei diesen Fragen? Hast du sortiert? Rein, raus, die Guten ins … ach, irgendwas mit Töpfchen und Kröpfchen oder so ähnlich, ich weiß nicht mehr genau. Aber du weißt bestimmt, was ich meine.

Und jetzt?

Ja. Jetzt stellst du dir natürlich die Frage. Ja, ich habe da ein paar Zweifel und ein paar Leute gehen mir gewaltig gegen den Strich und ich möchte eigentlich was ändern, aber was sollst du da ändern? Was soll ich jetzt hier ändern?

Im Grunde gibt es nur eine einzige Möglichkeit: Wenn dir Zweifel kommen und die Zweifel sind berechtigt, kick die Leute. Es gibt keinen anderen Weg. Wenn du mit einigen gesprochen hast und es ändert sich nichts: Kick die Leute. Nein, das ist nicht gnadenlos. Und nein, du stehst dann nicht alleine da. Du bist im Grunde schon alleine. Ohne diese Freunde. Du weißt es nur noch nicht so ganz genau, weil du so tust oder sie so tun, als wäre da noch irgendwie was. Als könnte man gemeinsam was machen.

Das aber kriegst du in jedem Kegelklub. Eine zufällige Ansammlung von Leuten, die jetzt gerade das Gleiche tun. Aber das hat ja mit Freundschaft nichts zu tun. Und ich sage dir das so deutlich, weil ich weiß, wie wichtig das mit der Freundschaft ist.

Und wenn du das alles umdrehst – und jetzt wird’s richtig heftig –, überlege durchaus auch einmal, ob du auch ein guter Freund bist. Denn das ist die Frage im Umkehrschluss. Ob du ein guter Freund bist.

Nimm dir bitte die Zeit und überprüfe deine Freundschaften auf Basis der drei Fragen und treffe eine Entscheidung. Hol dir da positive Energie, wo es echte Freunde sind und lass die falschen Freunde da, wo sie hingehören: Weg. Du wirst sehen, wie dich das entlastet, befreit. Und wie du die Menschen, die übrig bleiben, wie die dich nach vorne, nach oben ziehen werden.

Und dann wirst du nicht mehr das Gefühl haben, dass irgendwas in dem Bereich nicht stimmt.

In der nächsten Woche bleiben wir beim Thema Freundschaften und unterhalten uns darüber, wie du deine Freundschaften pflegen kannst und was das mit den besten Freunden – du erinnerst dich, ganz am Anfang, die Feuerwehrleute und Sprungtücher – auf sich hat.

Bis dahin, mach du DEIN Ding. Bleib committed. Ich wünsche dir eine tolle Woche!