In dieser Folge lade ich dich zu einem kleinen Selbsttest ein. Es geht ganz einfach. Du wirst dabei etwas Interessantes über dich selber lernen. Du wirst lernen, was Alltag bedeutet.

Und du wirst erkennen, wie du dem Alltag entfliehen kannst.  Nebenbei erfährt du, warum eine neue Hose oder ein neues Auto dir vermutlich nicht helfen wird, deinen Alltagsfrust zu vergessen. Mach dich auf den Weg, deinen Strand zu bauen.

Hört sich komisch an, das mit dem Strand? Hör einfach rein und dir wird einiges klarer werden. Viel Spaß:

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Einmal Transkription bitte:

Ja. Hallo. Hier ist er, der Markus. Und ‚Hallo‘ zur Folge 5 des „Mach DEIN Ding“-Podcast. Jetzt stockst du vielleicht und denkst dir: „Hm, ich habe die letzten beiden Folgen gehört und da hat der gar nicht „Mach DEIN Ding“ gesagt. Heute aber sage ich es, weil es etwas mit der Folge zu tun hat: Was machen – und zwar DEIN Ding.

In der letzten Folge haben wir uns gefragt, warum man mit der Nase immer überall dabei sein muss. Warum das wie ein Zwang ist. Und ich habe dich eingeladen zu einem Experiment: 72 Stunden lang frei sein. Informationsdiät. Schönes Wort. Modernes Wort. In aller Munde. Ja, wie war es? Hattest du Zeit, DEIN Ding zu machen? Hattest du mehr Zeit als sonst? Hattest du Zeit, DEIN Ding zu finden?

Machen wir heute weiter bei der Entlarvung von Dingen, die einem die Zeit klauen, sein Ding zu machen. Ja, na klar, mir auch, denn ich tappe auch immer wieder in die gleichen Fallen und auch in diese Falle. Welche Dinge klauen dir, klauen uns Zeit? Committed zu sein, also zufrieden und im Einklang mit dem, was man so den ganzen Tag, die ganze Zeit, das ganze Jahr, das ganze Leben tut.

Einladung zum Selbsttest

Zum Thema: Ich lade dich also zu einem kleinen Selbsttest ein. Ich möchte, dass du dich in dieser Episode ein wenig von der Idee befreien kannst, dass eine neue Hose die Lösung ist oder eine neue Frau – eine neue Frau oder neuer Mann, je nachdem – oder kiffen, trinken, rauchen, laufen, Sport. Keine Ahnung, so etwas alles. Ja und ich möchte, dass du am Ende der Episode ein wenig Mut gefasst hast und dir klar ist, warum es gut ist, einmal die eine oder andere Klinke runterzudrücken und zu gucken, was da so ist. Los geht’s!

Also natürlich ist das ganze Experiment auch in deinen Gedanken möglich. Schwierig, wenn du jetzt zum Beispiel Auto fährst, aber es ist noch eindrücklicher und klasse und toll, wenn du es wirklich körperlich machen kannst. Was du brauchst? Ja, natürlich musst du hypermodern gekleidet sein und natürlich die Zähne geputzt und Haare gekämmt und Ohren gewaschen. Was ich damit meine: Eigentlich brauchst du gar nichts. Dich, deine Gedanken und ein bisschen Mut vielleicht. Und dein Zuhause, einen Raum. Hast du alles da, also Gedanken und so? Raum? Dann stehe jetzt bitte auf, egal wo du dich in deinem Zimmer befindest und laufe im Kopf oder tatsächlich eine Minute die Außenwand deines Zimmers lang. Nur eine Minute oder eine halbe im Kreis beziehungsweise im Viereck, was du jetzt so da hast. Ja, einfach mal die Wände langgehen. Halte die Hand an der Wand und gehe einfach mal durch das Zimmer. Nein, nicht durch das Zimmer, um das Zimmer. Gehe mal gedanklich mit, auch wenn du jetzt im Auto sitzt oder in der Badewanne. Hast du? Sehr gut.

Dann als nächstes machst du bitte folgendes und zwar Nr. B: Laufe einfach noch eine oder zwei Minuten weiter. In der Minute, in der du körperlich mitmachst, kann ich dir etwas sagen, während ich die Zeit überbrücke, weil du jetzt bitte eine Minute weitergehst, in deinem Raum herum, immer herum, herum und herum. Denke dir einen Raum in deinem Kopf aus. Gehe einfach im Kreis und denke dir einen runden Raum aus oder einen viereckigen, rechteckig, ganz egal. Ich kann dir sagen, weil wir jetzt halt die Minuten warten, dass ich mich natürlich auch über jeden Kommentar freue oder wenn du auf iTunes gehst und mir einen Kommentar oder vielleicht sogar ein paar Sterne hinterlässt. Gerne alle, also alle fünf.

Wir sind dabei, dass du in deinem Raum immer im Kreis läufst. Bist du noch im Kopf dabei? Super.

Immer weiter im Kreis

Kommen wir zum dritten Punkt, zum Punkt C. Laufe immer noch ein bisschen weiter, aber jetzt wird es super besser, jetzt wird es echt cool. Du nimmst dir jetzt bitte einen Gegenstand, den du magst und stelle dir vor, es ist ein Gegenstand, den du extrem magst und dir schon immer gewünscht hast. Ein Auto, Videorecorder, Handy, was auch immer. Ganz egal, nimm einen Bleistift oder etwas, der synonym für deinen Wunschgegenstand ist und erfreue dich daran. Denke darüber nach, was du immer schon haben wolltest oder wie cool sich das anfühlt, in dem Auto zu sitzen. Videorecorder, gibt’s das überhaupt noch? Nein, das ist wieder eine andere Sache. Das neue Handy, Pad, was auch immer du dir halt da so vorstellst. Die neuen Schuhe, die neue Hose. Ja, genau und genieße es bewusst einige Momente. Und jetzt nimmst du einfach das Ding – nehmen wir mal Schuhe – und dann gehst du bitte einfach noch ein bisschen weiter. Bitte weiter im Kreis beziehungsweise im Viereck, noch eine Runde, noch eine Minute oder zwei. Oder setze dich in das Auto, das du dir gewünscht hast und fahre im Kreis. Gut, wenn du das jetzt echt mitmachst, also körperlich wird es schwierig, dann gehst du halt einfach bitte weiter. Denke dir einfach, dass der Bleistift, den du dir genommen hast, oder deine Schluppen, die du angezogen hast, genau das sind, was du dir wünschst, und dann gehst du weiter im Kreis. Noch eine Minute.

Und? Kommt dir das komisch vor? Sinnlos? Irgendwie albern? Nun ja, wir sind am Punkt E des kleinen Selbsttests und jetzt kommt etwas ganz, ganz Entscheidendes und zwar hast du hier die Möglichkeit, die Augen zu schließen und ergreife dir die Hand des Menschen, den du immer schon mal kennenlernen wolltest. Du bist eine Frau und wolltest immer schon Til Schweiger kennenlernen. Das hast du dir gewünscht. Und jetzt vergisst du einfach den Konjunktiv und du hast ihn. Und zwar ganz für dich alleine, solange und für was immer du möchtest. Ja, für alles. Genau. Stelle es dir vor. Bade in den Gefühlen und auch ein Stück weit in deiner Fantasie. Denke einfach an den Menschen, den du dir da wünschen würdest. Als Mann machst du jetzt natürlich genau das gleiche, von mir aus auch Til Schweiger, wobei du da vielleicht irgendwie andere Präferenzen hast oder auch nicht. Das ist wirklich vollkommen egal. Also ich würde jedenfalls an jemand anders denken, aber ja. Fühle nochmal ein bisschen dieses Gefühl, denke nochmal ein bisschen daran und dann – in allen Details ausgekostet – fasst du ihn oder sie bei der Hand und dann sind wir auch schon beim Punkt F.

Wie lange noch?

Gehe mit ihm im Zimmer ein bisschen umher, noch eine Runde. Nochmal rum, noch eine Minute oder zwei. Du hast jetzt dein Auto und deine Traumfrau. Was das übrigens mit Midlife-Crisis zu tun hat? Eine ganze Menge, aber darum geht es gerade gar nicht. Welchen Impuls hast du jetzt? Hast du den Impuls, irgendwie mit diesem bescheuerten Mist aufzuhören? Aus diesem ewigen,irren, total bescheuerten und sinnlosen Trott auszusteigen? Und dabei gehst du erst zehn Minuten im Kreis. Noch nicht mal. Lass mich auf die Uhr gucken: Es sind noch nicht einmal neun Minuten. Gehe noch ein bisschen im Kreis. Du hast jetzt einen Menschen dabei, den du an der Hand hast, den du möchtest, den du willst und der steht quasi zu deiner Verfügung. Und meinetwegen nimmst du dir noch einen Stift, der steht dann für eine Traumreise. Keine Ahnung, was auch immer du dir an materiellen Sachen vorgestellt hast.

Die Frage, die sich jetzt stellt, ist: Wie lange möchtest du das noch so machen? Und wir sind erst beim Buchstaben G. Es gibt noch eine Menge Buchstaben im Alphabet. Alphabet-Buchstaben, klar. Gucke mal, wo deine Tür ist. Siehst du eine Klinke? Vielleicht versteckt; vielleicht kannst oder musst du dir zuerst ein Fenster bauen, um mal zu schauen, was es so da draußen alles gibt. Hast du außerdem gemerkt, wie unfair es Dingen und auch Menschen gegenüber ist, benutzt zu werden, obwohl du doch immer nur im Kreis rennst? Sie sollen dir das Leben versüßen, sie sollen dir helfen, aus dem Kreis auszubrechen, aber wie soll das funktionieren, schließlich bist du derjenige, der im Kreis rennt.

Dem Alltag entfliehen

Wir waren bei der Klinke. Welche Tür machst du auf? Was für einen Garten legst du hinter dieser Tür an? Was wächst da so alles in deinem Garten? Oder findest du einen Garten vielleicht langweilig und du hast dir einen Weg gepflastert, der zu einem Strand führt. Am Strand, hast du da Schiffe gesehen? Wer begleitet dich auf dem Weg? Wenn ich dir helfen darf, sozusagen von außen zurufen darf, wo die Klinke ist, lass es mich wissen.

An dieser Stelle freue ich mich auf deinen Bericht, auf dein Feedback. Sei mutig und suche deine Klinke.

In der nächsten Woche geht es um die zehn Dinge, die du immer schon tun wolltest.

Das war der Marcus. Bis dahin mach DEIN Ding. Be Committed.