Hast du dich schon mal gefragt, warum es dir hin und wieder schlecht geht?  Hast du dann mal wieder die gute alte Platte aufgelegt mit den Etikett: „Alles Scheiße! Und dran machen kann ich auch nichts“?

Vielleicht hast du dich aber auch nur mal wieder selbst dazu entschlossen, alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit es dir so richtig schlecht geht. Wenn du wieder einmal das Verlangen hast, dann findest du hier die 2 sichersten Saboteure deines Glücks.

Wie du dich dagegen wehren kannst und die Frage nach deinem Mut kannst du dir mit dem folgenden Podcast beantworten.

[smart_track_player url=“http://rccom.podcaster.de/download/be-committed-on-air-003.mp3″ title=“Zwei Glückskiller – Hast du den Mut ihnen 72 Stunden zu widerstehen?“ artist=“BE COMMITTED! ON AIR“ social=“true“ social_twitter=“true“ social_facebook=“true“ social_gplus=“true“ social_linkedin=“true“ social_pinterest=“true“ social_email=“true“ ]

 

Einmal Transkription bitte!

Hallo. Hi und willkommen zur dritten Episode des Mach-dein-Ding/Be-committed-Podcast.

Sein Ding machen, dein Ding machen. Ja. Um das zu tun, sollte es dir, sollte es mir, sollte es einem richtig gut gehen. Tut es aber nicht immer. Mir zumindest nicht. Dir? Und, nun ja, hast du dich eigentlich schon mal gefragt, warum es dir hin und wieder schlecht geht, gar nicht gut? Warum du dein Ding nicht machen kannst? Hast du dann mal wieder die gute alte Platte aufgelegt mit dem Evergreen: Alles scheiße und dran machen kann ich auch nichts? Vielleicht hast du dich aber auch nur mal wieder selbst dazu entschlossen, alle Hebel in Bewegung zu setzen, damit es dir so richtig, richtig, richtig mies und schlecht geht.

Wenn du wieder mal das Verlangen hast, dich so richtig mies zu fühlen, so richtig schlecht und alles ist Mist, dann habe ich hier zwei richtig, richtig gute Tipps für dich, wie du das machen kannst. Ich erzähle dir jetzt und berichte dir über die zwei ganz sicheren Saboteure deines Glücks, mit denen du dich auf jeden Fall belasten kannst. Ja, damit beginne ich jetzt gleich und bringe dir deine beiden Serienkiller des Glücks näher, und ich zeige dir natürlich auch die Wege auf, wie ich für mich diesen Dingern entgehen kann und wie du es für dich vielleicht auch umsetzen kannst.

Glückskiller: Vergleich

Also, erstens – immer hilfreich, um sich echt scheiße zu fühlen, ist: Vergleiche dich immer und überall mit anderen. Am besten funktioniert das, wenn du nach allem schaust, wo du nicht die Nummer eins bist. Ja, also quasi überall, wo man sich so selbst gegenüber ehrlich ist. Also wenn ich mir gegenüber ehrlich bin, so die Nummer eins, nun ja, ich weiß nicht. Lass mich dir von Benjamin Franklin erzählen, der einmal sagte: „Der unzufriedene Mensch findet keinen bequemen Stuhl.“

Ich vermute, was Benjamin Franklin damit sagen wollte, ist: Stell dir mal die Frage, warum Menschen sich überhaupt vergleichen, warum du dir Vergleiche suchst und warum du dich vergleichst. Vermutlich doch, weil sich Menschen dann besser fühlen, weil sie in irgendwas besser – du siehst jetzt nicht, wie ich hier diese Gänsefüßchen mache – „besser sind“ in Anführungszeichen.

Das wiederum hat zur Folge, dass man entweder besser ist oder etwas besser kann oder – noch viel wichtiger und wahrscheinlicher – jemand findet, der besser ist als du, und schon, zack, bist du unzufrieden, weil du bist nicht mehr der Beste. Und dass es immer jemand besseren gibt, davon können wir mal grenzenlos und ganz sicher ausgehen.

Ja, aber was wenn du jemanden oder etwas findest, wo du wirklich besser bist, dann ist das doch Bambudscha oder? Also ganz, ganz große Löffel, weil du bist der Beste. Man fühlt sich am besten, ja … Nein.

Dann, und das ist das Wichtige, erfreust du dich nicht an dem, was du geschaffen hast, oder an der Zeit, die du dabei genossen hast, etwas zu schaffen. Nein! Du findest es gut, dass du diesen Status hast, „besser“ – schon wieder meine Gänsefüßchen – zu sein. Dass du es besser gemacht hast als sonst irgendwer auf der Welt. Naja, oder wahrscheinlicher der Nachbar oder Kollege im Büro.

Du schrumpfst also deine Leistung und das Erleben der Leistung und den Spaß daran, dass du das bekommen hast, zu einer Art Balkendiagramm runter. Besser, schlechter – das ist alles, der Weg dahin ist egal. Irgendwie doof, oder? Hör doch einfach auf damit. Versuch doch einfach mal, den Rest des Tages mit dem ständigen Vergleichen aufzuhören.

Na los. Ab jetzt!

Glückskiller: Informationsflut

Kommen wir zum zweiten Killer deines Glücks. Zweitens: Pass immer auf, dass du absolut nichts verpasst. Keine Information, kein Treffen, keine Nachricht und auch sonst überall mit deiner Nase dabei bist, was irgendwie wichtig sein könnte – ja, könnte.

Wichtig ist, dass wenn du dich scheiße fühlen möchtest, du dich auch dabei möglichst stark unter Druck setzen musst. Das ist auch ein wichtiger Punkt dabei. Naja, und du musst natürlich auch ständig darüber nachdenken, was andere hinter deinem Rücken so denken könnten. Besonders während du – sagen wir mal, fahrlässiger Weise – nicht zu einem Treffen der anonymen Informationsjunkies gegangen bist, weil du nämlich in dem Moment schon auf dem Elternabend, natürlich dem Betriebsfest, ja und auch der Vorstandssitzung deines Tennisclubs warst. Was also mögen diese Leute beim anonymen Alko… Informationsjunkie-Treffen hinter deinem Rücken über dich erzählt haben, wo du doch unfairer Weise gar nicht da warst?

Tja. Oder es ist vielleicht sogar mehr die Angst, etwas nicht mitentscheiden zu können. Ist es das, was dich umtreibt und dazu treibt, immer und überall dabei sein zu müssen? Also, zu entscheiden, ob dein Sohn jetzt beim nächsten Klassenausflug 42,70 Euro oder 45,20 Euro als Taschengeld mitbekommt, oder ob der Zaun im Kleingartenverein braun oder lila oder gelb oder gestreift oder weiß gestrichen wird? Oder ob besser der Dingens 4711 oder Dasda 4219 als Kopierer angeschafft wird im Büro?

Ja. Ich weiß. Es gibt wichtige Dinge, die man entscheiden muss, oder bei denen man zumindest seine Meinung vertreten sollte – ja, sehe ich auch so. Aber sind das wirklich so viele Gelegenheiten, wo das sich bewahrheitet, wo das der Fall ist? Warum wählst du die Treffen dann nicht so aus, dass du wirklich gerne hingehst und nicht, „weil man das so macht“?

Und dann hört auf, dich darüber zu beschweren, dass du hinmusst, weil du so unglaublich furchtbar wichtig bist. Geh hin, vertrete deine Ansichten und wünsche dir und freue dich über die Gelegenheit, dass du da wirklich was zur Gestaltung in deinen Händen hältst, dass du wirklich was gestalten kannst und nicht nur einfach da bist, weil, ja, weil es eben so ist. Und da, wo du nicht da bist – du hast keinen Einfluss darauf, natürlich außer wie du dich allgemein den Menschen gegenüber verhältst. Da hast du immer einen Einfluss darauf, was andere über dich denken. Aber wenn sie über dich lästern, bei diesen Gelegenheiten, wo du nicht da bist – ja und? Mach dir keinen Kopf drüber. Denn ganz, ganz ehrlich: Es spielt absolut überhaupt keine Rolle. Für niemanden. Nicht mal für die, die sich den Mund zerreißen über dich.

Ein anderer Punkt: Ist es wirklich notwendig, sich jeden Tag immer die gleichen Horrormeldungen aus der ganzen Welt zu geben? Sich anzugucken, reinzuziehen? Ja ich weiß, das Thema polarisiert. Aber hilft es irgendeinem Opfer irgendeiner Naturkatastrophe am Ende der Welt, wenn du darüber in einer zweieinhalbstündigen Sondersendung alles erfahren hast, jede Einzelheit, jedes Bild? Oder stell dir die Frage: Hast du davon irgendetwas? Und kannst du dir oft überhaupt wirklich ein Urteil erlauben über Bürgerkriege in keine Ahnung wo? Von denen du in einem Bericht der Tagesschau erfährst, wer da mit wem warum kämpft und worum? Ja, klar, du informierst dich danach weiter im Internet über den Krisenherd und nach schlappen 12 Stunden Recherche weißt du ganz genau Bescheid.

Wer hat da noch mal welche Information aus welchem Blickwinkel schriftlich niedergelegt in diesem Internet? Und noch viel wichtiger: Für was ist der ganze Stress der 12-Stunden-Recherche jetzt gut? Damit du dich jetzt fundiert darüber aufregen kannst? Ja, hört sich blöd an. Oder, dass du dich jetzt mit anderen Menschen, die das exakt genauso wie du getan haben, über dieses Thema streiten kannst? Und wenn diese Menschen auch 12 Stunden lang recherchiert haben, genau wie du, wieso kommen die dann nicht auf das gleiche Ergebnis? Komisch. Warum gibt es denn dann überhaupt so viele Streitgespräche und Talkrunden im TV, wo doch alle die gleichen Informationen zur Verfügung haben und somit auch zu den gleichen Schlussfolgerungen kommen könnten?

Naja, sagst du jetzt vielleicht: Vergleich doch mal die Intelligenz, die Schulbildung von den Leuten, die das Lesen. Und so eine komische Nase hat der auch und eine Glatze bekommt der auch gleich, der da so im Fernsehen rumsitzt. Und der ist auch überhaupt unsympathisch. Vergleichen? Ach nein, das sollte ich ja auch nicht. Das war was von oben, von eben, was ich gehört hab.

72-Stunden-Experiment

Und jetzt? Tja. Ich möchte dich für ein Selbstexperiment begeistern: 72 Stunden Informationsdiät. Keine Zeitung, keine Tagesschau, keine Nachrichten im Radio, keine unglaublich wichtigen Nachrichtenseiten im Internet und auch kein Facebook-Post, wo irgendwer über irgendwen in der Welt irgendwas Wichtiges zu berichten hat. Und so weiter, und so weiter. Brauchst auch keine Angst haben, wenn die Welt untergeht, wirst du es dennoch erfahren. Schaffst du das alles? Hast du Bock, es zu versuchen? Zumindest ein bisschen?

Jetzt denkst du aber nicht ernsthaft darüber nach und fragst dich, was du jetzt mit der ganzen freien Zeit machen sollst, oder? Schon paradox, nicht? Nein, du sollst nicht TV-Serien gucken. Schon komisch, wenn man dann Zeit hat … gut, das ist wieder ein anderes Thema. Aber ich bin sicher, dir fällt etwas richtig Großartiges ein, was du mit deiner Zeit machen kannst.

Ab jetzt, nur 72 Stunden, aufhören, dich ständig mit anderen zu vergleichen – einfach so. Alle Treffen vermeiden, wo du nicht hinwillst oder die dich nicht weiterbringen. Übrigens gilt das auch für Freunde und Familie, aber das ist wieder ein anderes Thema. Gehört aber dazu. Und dich auf Informationsdiät setzen. Für 72 Stunden.

Ich bin sehr neugierig, ob dir das gelingt, und was dir da so alles passiert und durch den Kopf geht. Und wie du das alles auch siehst, was ich hier so gesagt habe und was ich auch vertreten möchte und tue.

Schreib`s mir. Per Mail, hier in den Kommentaren oder wo du mich sonst triffst. Ich wünsche dir eine stressfreie und richtig, richtig entspannte und erfolgreiche Woche. Ja, das ist kein Widerspruch: entspannt und erfolgreich.

Das war der Markus. Mach dein Ding. Be committed!