In dieser Episode erfährst du warum du dir so schnell wie möglich ein Stück Freiheit schaffen kannst. Sie erlaubt dir, genau das zu tun wozu du Lust hast.

Es spielt absolut keine Rolle, was der Großteil deines Umfeldes darüber denkt oder sagt. Jeder versteht unter Freiheit etwas anderes. Natürlich behaupte ich auch in diesem Podcast nicht, dass ich mit meinem Spielen an einem Abend meine „Glückseligkeit“ gefunden habe.

Aber einen Schritt dahin bedeutet es allemal.

Die Freiheit sinnlose Dinge zu tun.

Wenn es dich freut, dir Spass bereitet ist es genau das nicht: Sinnlos. Es ist schliesslich dein Leben und deine Zeit. Schreib mir wie du darüber denkst und hinterlasse deinen Kommentar.

[smart_track_player url=“http://rccom.podcaster.de/download/be-committed-on-air-001.mp3″ title=“Freiheit: Was mein zocken von Onlinespielen damit zu tun hat“ artist=“BE COMMITTED! ON AIR“ social=“true“ social_twitter=“true“ social_facebook=“true“ social_gplus=“true“ social_linkedin=“true“ social_pinterest=“true“ social_email=“true“ ]

Einmal Transkription bitte:

Ihr hört es an meiner Stimme vielleicht nicht, aber ich bin tierisch nervös. Das ist meine erste Folge, willkommen dazu. Ja, und ich hoffe, dass man meine Wackler und meine Nervosität nicht allzu sehr merkt, wenn ich mich heute damit beschäftige, warum ich, warum du, mit 45 noch sehr beruhigt Online-Spiele zocken darfst, oder was dir sonst Spaß macht.

Ich möchte anfangen mit einer kleinen Erinnerung. Wie ich mich zum Beispiel daran erinnere, an die Zeiten, in denen ich mit Freunden tage- und nächtelang Computerspiele gezockt hab. Oh Mann! Das war echt cool und großartig. Und ja, viele sagen, ey, da hast du doch richtig viel Zeit verschwendet. Nein, habe ich nicht, und ich habe, ich bin – und fühle noch nicht mal irgendeine Art von Reue – ich bin ein Fan von Rollenspielen.

Am PC, online, Pen-and-Paper, World of Warcraft – all das habt ihr vielleicht schon mal gehört – und möchte auch anfangen, diese Folge mit einer kleinen Rückblende, wo ich mich ein bisschen, ja, offenbare. Ich habe bestimmt schon einige Monate meines Lebens damit zugebracht, gegen virtuelle Monster in virtuellen Dungeons meine Zeit zu verbringen – andere sagen, zu verschleudern, zu verschenken.

Was habe ich für großartige Siege errungen. Ja, und mit welch niederschmetternden Niederlagen musste ich in dieser Welt der Online-Spiele, dieser bösen, fertigwerden. Ich erinnere mich zum Beispiel auch daran, dass ich den Commodore 64 – meine Generation wird sich vielleicht noch daran erinnern – ja, da habe ich mit Kumpels ganze Nächte durchgezockt. Meistens Football-Manager.

Fußball-Manager, Bundesliga-Manager, wie die alle hießen, auf, naja, technisch eher heute suboptimalen Niveau. Naja, was ich sagen möchte ist:

Vier Jungs, wir waren vier, sitzen vor einem PC, ja, und während des Spiels haben wir natürlich alle, komplett alle Geheimnisse der Welt beredet und gelöst natürlich auch. Ja, und das obwohl auf diesen vier jungen Männern wahrscheinlich die Hoffnung einer ganzen Generation auf Rente und auf Zuneigung beruht hat. Naja, wir hatten nichts Besseres zu tun, als einem ruckelnden Ball damals auf einem Bildschirm zuzurufen, er soll doch auf die richtige Seite ruckeln – wegen dem Tor und wegen den Punkten dann danach, und das man dann eben aufgestiegen ist oder abgestiegen. Bescheuert, oder? Ne! Es war großartig, und ich möchte keine Minute dieser Zeit missen, wirklich nicht.

Ja, ich breche hier damit auch eine Lanze fürs Online-Gaming, ja. Nicht alle Leute, die WOW spielen oder Rollenspiel sind amokgefährdete Vollidioten. Ist wieder ein ganz anderes Thema, weil viel, viel wichtiger ist, was ist mit dir? Für dich kann es Online-Gaming sein aber auch wirklich jedes, wirklich jedes andere Hobby. Jede andere Leidenschaft, die in den Augen deines Umfelds vielleicht kindisch ausschaut, bescheuert. Höre ich dich jetzt sagen: „Jaja, schön und gut, aber ich habe gar keine Zeit“. Höre ich dich vielleicht auch sagen, denken, den Einwand: „Naja. Wenn ich jetzt Online-Spiele mache oder das, wo ich echt Bock drauf hab … ich glaube, mein komplettes Umfeld würde sich ausschütten vor Lachen, mich auslachen“. Hast du davor Angst, hast du da vielleicht den einen oder anderen Bedenken?

Dann lass dir sagen, dass Menschen lachen, wenn sie sich freuen. Ich zum Beispiel lache auch oft und freue mich. Und sie lachen, wenn sie sich unsicher sind. Vielleicht lachen sie auch, weil sie in diesem Fall neidisch auf dich sind, dass du dich traust, dein Hobby in den Alltag zu integrieren.

Und das ohne Frust, ohne … einfach so – weil du Bock drauf hast, und weil es auch dein Recht ist. Meiner Erfahrung nach ist das der meiste Fall. Zumindest in diesem Zusammenhang. Trotzdem möchte ich dir kurz beschreiben, wie das bei mir, bei uns, funktioniert. Ich habe Dienstagabend meinen Zocker-Day. Ja. Da besiege ich Horden von Orks und Drachen, also, mehrere Horden meistens sogar. Oft löse ich auch unglaublich schwierige Rätsel und rette damit die Welt. Naja, und hin und wieder kann es auch vorkommen, dass ich einfach nur den ganzen Abend vor Clash of Clans, hier so ein Aufbauspiel, spiele.

Mit anderen Worten: Dienstagsabends gebe ich mich voll und ganz diesem Blödsinn hin. Und wisst ihr was, weißt du was – es macht mir einen riesen Spaß. Es ist cool, es macht mich ausgeglichen. Jetzt fragst du dich vielleicht, wie mein Umfeld, wie meine Frau darauf reagiert, oder meine Kinder. Wir haben das so vereinbart: Ich lebe mit meiner Frau zusammen, und deswegen MUSS sie es mittragen. Das ist auch für dich deine einzige relevante Information – dein direktes Umfeld, das abhängige Umfeld, muss das mittragen. Und, ja, so ist die einzige relevante Information, die ich von meiner Frau brauchte, ob sie es mitträgt. Es war ein kleiner Kampf, ihr zu erklären, warum das für mich so wichtig ist. Auch und besonders, da es eigentlich ja überhaupt keinen Sinn ergibt, also, was ich da tue.

Insbesondere, wenn man diese Leidenschaft nicht teilt. Es ist nicht produktiv, es ist nicht hilfreich, es verdient schon gar kein Geld, eher kostet es was, und ja, die Zeit kann ich auch nicht mit ihr verbringen. Am Ende allerdings hat sie es verstanden und freut sich nun tatsächlich mit mir auf den Dienstag. Sie hat Ruhe von mir, ja, und ich bin ein Stück weit glücklicher.

Und das kann ich auch in die Beziehung mit einbringen, und ja … Wenn es für dich eine solche Gelegenheit gibt, eine Leidenschaft, dann lebe sie. Wenn dir jetzt beim Hören wieder mal eingefallen ist, was eigentlich bei dir immer wieder auftaucht, wenn du dran denkst, was du immer mal wieder machen wolltest, dann ist genau jetzt – jetzt, jetzt, jetzt – die beste Gelegenheit, das umzusetzen. Wenn du etwas gefunden oder wiedergefunden hast, dass dir riesig Spaß macht, dann schaff dir endlich jetzt Raum dazu.

Und das ist vollkommen egal, wie lächerlich das für andere aussehen mag. Denk daran, was andere Menschen bewegt, wenn sie Verhalten wie deines dann verurteilen und abwerten, sich ausschütten vor Lachen, wie ich eben gesagt habe, dich auslachen. Oft ist es nur einfach der Neid weil DU deine Wünsche dann Realität werden lässt.

Was du jetzt für deine Freiheit tun kannst:

Wie auch in Zukunft möchte ich hier beginnen, deine Be-Committed-Actions-Tipps noch mal kurz, ja, zusammenzufassen.

  1. Erstens: Besprich deine Wünsche mit den Menschen, die für dich wichtig sind. Sei 100 % offen und ehrlich.
  2. Treffe dann mit diesen Menschen eine Vereinbarung. In diesem vereinbarten Zeitraum, um den es jetzt hier geht bei deinem Hobby, bei dem Beispiel, kannst du absolut tun und lassen, was du möchtest. Nutze als Argument – das hat bei mir geholfen, das ist auch so – die Tatsache, dass du schon bald sehr viel ausgeglichener und auch fröhlicher sein wirst. Eine Sache, die du vielleicht immer mal wieder hörst: Du bist so traurig, du bist so niedergeschlagen. Nein! Du wirst fröhlicher und ausgeglichener sein.
  3. Dann, wenn du das getan hast, trage dir die Zeit in deinen Kalender ein. Hörst du immer wieder – tu es auch in diesem Fall.
  4. Verteidige diesen zeitlichen, deinen Freiraum. Kein „Kannst du mal eben“ oder „Sollten wir nicht lieber“ und „Ich muss noch eine Aufgabe …“ und so weiter, nein, es ist ganz, ganz, ganz allein deine Zeit, die nur für dich da ist. Es sollte also für jeden, für alle klar sein, dass du in dieser Zeit schlicht nicht verfügbar bist. Nur weil du auf der Couch sitzt und Sachen machst, die dir Spaß machen, an deinem Rechner, PC, was auch immer – du bist nicht da.
  5. Und dann, das allerwichtigste, der letzte Punkt: Hab eine richtig tolle, tolle Zeit. Und dabei ist es ganz egal, ob du geo-chashen gehst, Ikebana oder töpferst – wichtig ist nur, dass du diese Zeit nutzt, um, ja, ausgeglichener zu sein und Spaß zu haben.

Und, ja, das ist das, was ich dir hier in diesem Fall mit auf den Weg geben möchte und womit ich auch schließen möchte:

Hab eine wirklich tolle Zeit. Das war die Episode Eins. Ich freue mich, wenn du ein paar Kommentare hinterlässt oder, ja, mir ansonsten schreibst, du bist herzlich eingeladen, mir da Feedback zu geben. Das war die Episode Eins. Mach dein Ding – be commited!

Der Markus. Tschüss!